…leider viel Feuer im Sommer und damit verbunden auch eine Rauchentwicklung über weite Strecken Nordamerikas, was man sich als Einwohner des „small“ Austrian kaum vorstellen kann.

Doch alles der Reihe nach. Wir verlassen am 14.7.24 Alaska und fliegen 3,5 Std (zurück) nach Vancouver mit Blick auf die Coast Mountains und deren Schnee- und Gletscherlandschaft.

Nach einer Nacht in einem AirBnb in Vancouver übernehmen wir am 14.7.2024 bei Fraserway ein fast identisches Wohnmobil (Foto dazu etwas später)

„auf und da Goaß…“, na besser dem Berg nach heißt die Devise und wir fahren in Richtung Coast Mountains nach Whistler und legen dazwischen noch eine Rast ein an einem Fjord direkt neben der Straße – juhu endlich wärmere Temperaturen und Sonne!!! Unsere Solarzelle (im Bild die „Große“ rechts) jubiliert.

Damit die Kinder endlich Ruhe geben und es nicht immer heißt: „Wann gehen wir endlich wandern!?“ – wirklich lästig aber auch, wandern wir den „sea to summit“ Trail rauf und fahren dann mit der Gondel wieder runter… und warum nicht umgekehrt?

…weils so viel schöner ist… vorbei zwischen und auf riesigen Bäumen…

und ein Bad im Wasserfall gibts auch dazu…

Ganz oben angekommen mit vielen anderen Touris (nur ohne Wanderschuhe) besuchen wir noch die Hängebrücke und dann geht es wieder runter mit der Seilbahn von Doppelmayr und weiter in Richtung Whistler. Whistler war ja bei der Olympiade 2010 auch Austragungsort für die nordischen Festspiele und erstmals wurde dies auch in Kooperation mit Abstimmung der first nations gemacht, die dafür einen Teil ihrer Heimat (Reservate klingt weniger schön) für die Errichtung der Nordischen Anlagen (Langlauf u. Schispringen) zur Verfügung stellten. Als Dankeschön wurde ihnen wohl das Logo in Stein gewidmet…

Whistler gefällt uns erst auf den zweiten Blick. Was sehr positiv auffällt ist, dass man hier viele Sportmöglichkeiten vor allem Mountainbiken Trails findet… diese allerdings auszuleihen, erscheint schon als Zumutung, wo man für einen halben Tag für eine Familie knappe 500 Euro hinlegen müsste… also gehen wir auf den Vorschlag der Kinder ein und machen wieder (wenn es sein muss) eine Wanderung. Der nette Liftkartenverkäufer gibt uns den Tipp, einfach oben einzusteigen, da fragt euch niemand nach einer Karte… =)

Nach drei Tagen in einem „recreational center“, wo wir am Fluß gratis stehen (eher die Ausnahme wie sich später herausstellen wird) und einem Leitspruch, wie er besser nicht sein könnte, zieht es uns weiter in Richtung Jasper Nationalpark…

Doch davor durchqueren wir noch einige Kilometer Wald, bis dieser im Landesinneren sich immer mehr zu einer kargeren wüstenähnlichen Landschaft verändert, mit deutlich höheren Temperaturen… Pfuh, dachte wir sind da in Kanada, hier bei Pemberton und später in Lilloet hat es fast 37 Grad…

Im Tal ziehen km lange Eisenbahnzüge ihre schwere Last (Container oder Erdöl) nach – über 200 Waggons werden hier durch die trockenen Canyons gezogen.

…und man könnte fast meinen, am Horizont gibt jemand Rauchzeichen…

…und damit sind wir mitten drinnen in Kanadas „wildfires“. Diese Waldbrände entstehen meist aufgrund der Trockenheit und werden befeuert durch abgestorbene und der Monokultur geschuldeten dürren Fichtenbestände. Fangen diese mal Feuer beginnt sehr oft ein Flächenbrand…

„Na gut!“, das wussten wir ja auch im Vorfeld, weniger, dass wir auch Bekanntschaft auf unserer geplanten Strecke damit machen sollten und noch viel weniger, dass man zwar dem Feuer bald entkommen kann, aber leider nicht dem dadurch entstehenden Rauch, der sich teilweise tausende Kilometer ausbreitet und den Aufenthalt im Freien nicht immer beflügelt und auch die Aussicht auf die Berglandschaft etwas eintrübt…

Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass die Seite Smokefire Forecast https://firesmoke.ca nun unser ständiger Begleiter werden will, ebenso bietet google maps wunderbare Ansichten über Feuer und schlechte Luftqualität…

Ich will ja jetzt nicht meinen Onkel Hans überstrapazieren: „Warads anfoch daham blieben!„, denn auch Toni Opa wusste schon: „des weiß eh jeder, dass es dort jedes Jahr brennt!„, aber nicht so raucht!!!! Das Bild da oben ist übrigens schon eines der besseren, wo wir uns schon in den USA befinden – uarrghhh!

„und was tun wir jetzt?“ – abwarten und Eisschlecken… wir planen unsere Route um und hoffen, dass wir nach einer Nacht in 100 Mile House (wo man uns erzählt, dass es im Jahr 2017 fast eine Totalevakuierung aufgrund der Waldbrände gab) am nächsten Tag nach Jasper weitergeht… der Weg dahin führt an Waldbränden und Rauch vorbei, im Gegensatz zu uns, können die Bewohner und auch deren Tiere nicht einfach „weiter“ fahren, bis es besser wird…

…und es war ja auch schonnbesser, wie zB am Weg von Pemberton nach Lillioet passierten wir Joffre Lake. In Zeiten des Internets muss man dafür einen Daypass lösen, was uns nicht gelang, aber unser Dackelblick hat die dortige Parkaufsicht an „Kommissar Rex“ erinnert (die kennt diese Serie wirklich!!!) und weil wir Austrians auch nach sympathischen guys aussahen, durften wir dann auch rein. Und es hat sich ausgezahlt, auch dass uns unsere Kinder unter Androhung von verschiedensten Psychotricks dazu nötigten auch zu den anderen beiden Lakes zu laufen… Hier Lake 1 auf der untersten Ebene…

Lake 2 auf der zweiten Ebene in einer Traumkullisse schon nahe am Gletscher. Wir gingen dann auch baden bzw. wollten dann einen Rückzieher machen, aber mit den 47 Augen (einer hatte eine Mücke im linken Auge) im Rücken, konnten wir trotz 8-10 Grad kalten Wasser nicht mehr zurück… These Austrians are wild „dogs“…

und weils so schön war auch der Wasserfall samt oberen See, der nicht ganz so schön war, aber auch ok =)

nach dem schönen Lake Joffre fahren wir weiter und kommen in ein kleines Nest in den Mariboo Mountains namens „blue river“. Dort treffen wir (ungefähr genauso überraschend wie die wildfires) auf das Hauptquartier von Mike Wiegele (der 1959 von Österreich nach Kanada emigrierte) und dort das Schifahren auf ein neues Level gehoben hat (besonders im Heliskiing).

Unsere Kinder ist der Miky-Boy aber relativ egal, ihnen gefällt der kleine warme See zum Baden viel besser und auch ein Beachvolleyball Platz gibt es, was will man mehr/Meer…

Nach zwei Nächten Blue River zieht es uns weiter, mit einem Abstecher zu einem Jausenplatz (direkt am Fluss und abenteuerlicher Zufahrt)

Weiter geht es dann zum Jasper Nationalpark, auf den wir uns schon sehr freuen, weil es ein Highlight in unserer Kanada Reise werden soll! =)

admin Allgemein

One Comment

  1. Der Rauch trübt natürlich das Urlaubsvergnügen – aber Kanada ist ein tolles Reiseland!
    LG Ernst

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