…manchmal kommt es anders… wir kommen am 22.7.24 in den Nationalpark Jasper, der neben Banff einer der meistbesuchten Nationalparks Kanadas ist. Schon am Parkplatz sieht man Wapitis – ein Rothirschart, die aber hier „elk“ genannt wird. Man riecht und sieht wie überall hier den Rauch und so sind leider auch umliegenden Berge nicht wirklich zu erkennen, aber das soll sich hoffentlich bessern…

Jedes Jahr am 24.7. sowie am 25.7. will zu Sabines und Davids Geburtstag ein schönes Plätzchen mit einer entsprechenden Überraschung gefunden werden. Natürlich wird die Geschenkauswahl seit jeher eher auf dem Register „SPONTAN“ gespielt und daher hatte ich diesmal fast viel Zeit für unsere zwei ein Geburtstagsgeschenk vor Ort zu organisieren.

Diverse Outdooraktiviäten wie Reiten für Sabine und Raften für David waren schon organisiert. Am Abend auf dem Wohnmobil-Stellplatz war gute Stimmung.




Ein plötzlicher Windstoß fegte über den Stellplatz und Asche regnete leicht über den Parkplatz. Ob das der Verkäufer im Sportgeschäft gemeint hatte, als er uns heute Nachmittag erklärte, dass die wildfires auch etwas ganz Natürliches wären?



Im Nachhinein erfahren wir, dass sich die Feier vom Norden und Süden innerhalb kürzester Zeit zu bewegt haben (3 Meilen in 30 Minuten), der Wind dürfte eine Folge des riesigen Brandes gewesen sein, der eine Art Mikrowetter mit Blitzen, Donner u. Winden erzeugt… Nachdem die ersten Camper zusammenpacken, machen wir das gleiche, auch weil die Meldung kursiert, dass es nur mehr eine Straße raus gäbe… der berühmte Icefields Parkway (Highway 93) Richtung Banff sei leider schon zu und somit müssen wir wieder zurück in die Richtung, aus der wir gekommen sind… also, nichts wie weg!

Nachher erfahren wir, dass dies gut war, da nicht nur unser Campingplatz sondern auch Jasper evakuiert werden musste, das Feuer auch große Teile der Stadt erfasst hat und leider viele Häuser, die wir am Nachmittag noch gesehen haben, in Schutt und Asche gelegt wurden. Irgendwie ein Tiefpunkt unserer Reise, wie meine liebe Frau etwas zerknirscht feststellen musste. Banff zu besuchen wird jetzt wohl nicht möglich sein, jetzt mal wohin, wo kein Rauch ist…


So „stranden“ wir in Kelowna und verbringen dort einige Tage und können dort Geburtstage feiern, wie sich das Frau und Bub (naja zumindest Bub) das vorstellt. Für Sabine gab es ein gutes Frühstück, etwas shoppen und eine etwas „skurille“ Weinverkostung, bei der die drei zur Auswahl stehenden Weine schon 10 Jahre alt waren…






Für David wird es eine Wasserhüpfburg am Lake Okanagan in Kelowna (ein sehr entspanntes Städtchen) und eine Fahrt mit dem Motorboot am Wood Lake in Whinfield, wo wir 2 Nächte verbringen.










Nach Kelowna, das wir sehr positiv mit vielen netten Einwohnern wahrnehmen…



….beschließen wir dem Rauch auszuweichen und fahren daher in den Süden Richtung Vancouver zurück um Seattle (USA) zu besuchen. Die Gründerstadt von Starbucks, die Heimat von Microsoft, Amazon und Boeing… angeblich laut Reiseberichten, ein sehenswerte Stadt, die einiges zu bieten haben soll.

Mit dem Uber geht es von den ca. 30 min außerhalb der Stadt befindlichen Stellplatz nach Downtown zum alten Pike Market, der auch den Fischmarkt beheimatet, nach dem das Motivationsbuch „Fish“ seine Vorlage fand, weil die Verkäufer derart gute Stimmung beim Verkaufen ihres Fisches erzeugen und diesen kreuz und quer durch die Halle schießen…





Etwas skuriller ist die Gum Wall, gleich unter der Fish Halle, hier kann man gebrauchte Kaugummis an der Wand bewundern bzw. sich davor grausen…





Generell ist die Stadt nicht nur Heimat von IT-Unternehmen sondern auch ein Sammelplatz der Kreativen und es locken viele Bunte Ecken und Geschäfte…

Oder wer gerne violett mag, das Purble Store, wo man nur Dinge in violett kaufen kann



Man trifft auf den ersten Starbucks, der hier gegründet wurde 1912.








Zur Weltausstellung wurde die sogenannte Space Needle gebaut, ein 184 m hoher Turm, der 1962 zur Weltausstellung innerhalb von 400 Tagen gebaut wurde, als Sinnbild für den Wettlauf ins Weltall…








Und der TÜV hat uns ins Boeing Werk geschickt, weil angeblich so schlecht beim Zusammenbau der Flugzeuge gearbeitet wird… leider bekamen wir keine Werksführung mehr, daher besser mit dem europäischen Pendant fliegen… aber dennoch interessant, wie die Fertigung dieser Fluggeräte abläuft…





„Prepared“, wie wir eben mal sind, lernen wir, dass die Regentage in Seattle fast an die 300 Tage oder mehr ausmachen… Die Stadt selbst ist definitv einen Besuch wert, auch wenn die Armut in den Straßen gravierend ist. Durch die IT Untenehmen, stiegen die Mieten, sodass viele Menschen aus der Mittelschicht sich diese nicht mehr leisten können und daher im Auto oder auf der Straße wohnen (neben anderen Problemen wie Drogen/Alkohol).



Dazwischen gibt es immer wieder Fragen, ob es schon was zu essen gibt… oft wird es „pan con tomate“ oder auch Amerika-Essen, wie gegrillte Hotdogs, Burger oder Marshmallows.



Weiter geht es in Richtung Nationalpark des Mount Rainiers (über 4000 m) und zum Olympia Park bevor es auf Vancouver Island geht…
Hallo, tolle Eindrücke, schade, dass euch das Feuer vertrieben hat, aber besser rechtzeitig den Ort verlassen:-) ….es werden andere Erlebnisse kommen. Gute Fahrt, liebe Grüße Karin
Danke für den Link! 🙂 Habe schon auf eure Weiterreise gewartet. LG Ernst