Seit unserer Ankunft am Peleponnes haben wir am ersten Stellplatz eine italienische Familie mit den Kindern Giulio und Flavia kennengelernt. Wie es der Zufall so will, haben wir uns die nächsten Tage immer wieder getroffen, bis wir beschlossen, gemeinsam bis nach Korinth weiter zu reisen. Natürlich nicht nur, weil sich die Kinder sehr gut (in welcher Sprache auch immer) verstanden.

Dh. fahren wir jetzt mit den Italienern weiter?
In einer Taverne gleich neben dem Fährhafen dürfen wir wieder gratis nächtigen – sofern, richtig wir einkehren, was uns wieder gelungen ist…
Im Konvoi geht es nun am 1.8. weiter nach Agios Nikolaos…
…wo man an einem Strand einen versteinerten Wald sowie jede Menge Fosillien finden kann. Vor 2-3 Mio. Jahren standen hier Bäume wie zB. Palmen, die im Zuge einer Überschwemmung überflutet und bis auf den Stamm zerstört wurden. Als das Wasser viele viele Jahre später zurückging, kamen die versteinerten Überreiste zum Vorschein, die jetzt bewundert werden können.
Du Papa, die Dame auf der geologischen Station hat gerade jemanden erklärt, dass da draußen im Meer ca. 700 m von hier ein Wrack am Meeresboden liegt, das man sich anschauen kann, schwimmen wir dahin? Pfuh, wenn es sein muss…

Wir sehen uns das zunächst von oben an, wo man im Wasser etwas draußen einen türkisen Fleck im Wasser leuchten sieht. Aber dahin schwimmen? Die Wellen sind bereits ziemlich hoch u. der Wind wird auch stärker… Also bereiten wir das Standup-Paddel vor, tragen es zum Ausgangspunkt und wollen die ca. 250 m rauspaddeln. Zu allem Überdruss haben wir die Finne im Womo vergessen, egal wir haben ja das Doppelpaddel von Sarah, damit sollte es gehen. Sarah schwimmt auch mit Flossen mit und Sabine muss schwimmen, sie hat keinen Platz am SUP. Nach einer stürmischen Hinfahrt treffen wir aber auf das Wrack.

Knapp 6 Meter unter uns liegt die Titanic und wir dachten immer die liegt viel weiter nördlich, aber scheinbar nicht…
Ziemlich groß wirkt das Wrack unter uns, warum es hier gelandet ist, haben wir leider nicht herausgefunden.
“das Wrack war uuuur-cool, fast schon gespenstisch!” – wo fahren wir jetzt hin?
Nach Monemvasia, einer kleinen alten Stadt, die lange als “uneinehmbar” galt und durch ihr mittelalterliches Flair besticht, vor allem weil man sie zu zu Fuß besuchen kann.
Frühstück am nächsten Morgen und “Wexnabwehr” am Segelhafen
auch eine Schildkröte kommt zu Besuch…
Am Strand von Bozas bleiben wir frei stehen – he kannst du bitte mal nicht so wackeln, sonst fall ich vorne runter!
Was ist denn das für eine Maske? Das ist eine Totenmaske, die man in den Gräbern von Mykene gefunden hat. Das ist jene antike Stadt am nordöstlichen Peleponnes, in der Heinrich Schliemann seine öffentlichkeitswirksamen Grabungen unternahm. Er fand eine ähnliche Maske (liegt im Nationalmuseum Athen), die er Agamemnon zugeordnet hat. Ein Irrtum, wie man später herausfand, da seine gefundene Maske einige hundert Jahre älter war…. Agamemnon war in der griechischen Mythologie der Oberbefehlshaber der Griechen im Krieg gegen Troja. Schliemann hat ja nach Homers Ilias begonnen die Stadt Troja zu suchen. Fündig wurde er schließlich in der westlichen Türkei am Siedlungshügel Hisarlık.
3000 Jahre altes Löwentor gleich am Eingang der Ausgrabungsstätte in Mykene
Zugegeben, viele Steine hier zu sehen…
so jetzt mal ein Foto für den Zahnarzt!
Das Schiff passt hier durch? (Bild einer Ansichtskarte). Knapp zwar aber doch…
Sieht irgendwie unnatürlich aus, diese Meeresenge am Golf von Korinth im Nordosten des Peleponnes. Bei der Eröffnung 1893 war auch Kaiser Franz Josef anwesend, weil zwei ungarische Ingenieure in über 10 Jahren Bauzeit diesen 6,3 km, 80 m tiefen und 21 m breiten (Meerestiefe 8 m) geplant und gebaut haben. Zu dieser Zeit eine bauliche Meisterleistung. Durch diesen direkten Weg ersparte man sich einen Umrundung über den Süden von 244 km… (130 nautische Seemeilen)
Sehr beeindruckend, auch zum Bungee Jumping hat man hier die Möglichkeit, wenngleich man beim Wegspringen mancher Teufelskerlinnen nicht immer das Gefühl hat, dass dies nun “locker” vom Hocker geht…
Hier trennen sich nun unsere Wege – aber in den Herbstferien werden wir uns wiedersehen – eine Einladung nach Rom im Herbst – wer weiß vielleicht wird es ja wirklich wahr? Während unsere italienischen Freunde wieder Richtung Rom weiterfahren geht es für uns nach…
genauer gesagt in die Mitte davon…
wir waren uns zunächst unsicher, ob wir uns das im August antun sollten…
letztlich wollten aber alle die Hauptstadt sehen, daher suchten wir uns einen Stellplatz in …
Athen am Fuße der Akropolis. Stellplatz war zwar nur ein Parkplatz für 30 Euro, doch war hier die Akropolis in Sichtweite!!!
Zur Tempelanlage der Akropolis gehören ja mehrere Tempel und mit ca. 2500 weiteren Besuchern wagen wir uns am nächsten Tag rauf zu den berühmten Mauern…
Achilles höchstpersönlich “schnorrt” uns für ein Foto um 5 Euro an. Total abgebrannt, wegen seiner vielen Liebschaften muss er sich hier mit einem Nebenjob verdingen!
Athen stellt sich wirklich als positivstes Stadterlebnis heraus, entgegen unseren Erwartungen waren die Temperaturen erträglich, der Verkehr ok (waren selten so schnell im Zentrum) und auch der oft erzählte Smog blieb aus. Ob dies dem Wind und dem August (wo alle am Strand sind) geschuldet ist, wissen wir nicht – Glück gehabt denken wir uns…

Papa, es ist mir egal ob das nun eine ionische, dorische oder korinthische Säule ist!!!
Der Diskuswerfer hat keinen Hexenschuss, sondern er steht genau vor dem Olympischen Stadion in Athen…
im Panathinaiko Stadion, indem die ersten Olympischen Spiele in der Neuzeit 1896 abgehalten wurden. Dieses Stadion wurde dazu aus 330 v. Chr. rekonstruiert und wiederaufgebaut. Stadion bezeichnet übrigens die Länge von 192 m. Es beherbergt bis zu 50.000 Sitzplätze und der Olympische Marathon hatte hier seinen Zieleinlauf. Der Läufer, Schafhirte Spiridon Louis, wurde zum Volkshelden als er für Griechenland dieses symbolträchtige Rennen gewann. Seitdem nennt man in Griechenland Spiridon jemanden, der schnell laufen kann.
Ok, ihr Spiridons, auf die Plätze…
fertig…
….los (he das war ein Frühstart!!!!)
Nix da, es kann nur einen Sieger geben!!! Auch Siegen und Verlieren will geübt sein!
Auch Plätze für die Könige gibt es dort…
Akrobatische Vorführungen der Wache des Militärs vor dem Parlament erinnern fast an Pinnocchio-Holzfiguren…
Noch ein paar Tage am Meer verlängern war die Devise, dafür die Route nach Hause direkter zu fahren… Weil es hier am Meer wirklich gerade angenehm warm und schön ist. Wie zB. auf 2 Stellplätzen am mittleren Finger von Chalkidike (Sithonia).
Oder richtig hohe Wellen zum “Wellenreiten” am Campinplatz mit Beachvolleyball-Einheiten…
Unser nächstes Ziel Ohridsee… nach 5 Stunden erreichen wir am 9.8. Nord-Mazedonien. Hier im Osten liegt der älteste Sees Europas der Ohrid, der zum größten Teil zu Nord-Mazedonien gehört aber auch nach Albanien reicht. Da ja Mazedonien mit Griechenlands Geschichte seit Alexander dem Großen eng verbunden ist, dauerte es sehr lange und artete in einen Streit aus, dass man sich nun auf den Namen Republik von Nord-Mazedonien geeinigt hat. Der Weg über das nördliche Griechenland hierher führt uns vorbei an 10-15 Kraftwerken, viele sehen nach AKWs aus. Nach dem Motto, hier steht eh schon eines, dann sind die anderen auch egal, hat man offenbar die Kraftwerke ins spärlich besiedelte Gebiet des Nordens gesetzt.

Die Straßen Nordmazedoniens und auch die Umgebung erinnern an Albanien. Ebenso auch die Gastfreundschaft und das gute Essen. Am Ohrid-See (2. größter See am Balkan) gibt es, wegen seines Alters (2-5 Mio Jahren – so genau kann das hier niemand schätzen), viele Tierarten, die es anderswo nicht gibt.

Weiter geht es am 13.8. in Richtung Hauptstadt Skopje und dann nach Serbien…
Unsere Route durch Griechenland =)
admin Allgemein

3 Replies

  1. Ich liebe eure Reiseberichte, die vielen Bilder und Kommentare!! Und nebenbei darf auch ich dazulernen. Herrlich.
    Es ist so schön, zu sehen, wie ihr diese Reisen genießt. Weiter so – viele tolle Reisen für euch vier! Alles Gute, Astrid

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