Unsere Reise steht ja unter der Devise “wir fahren Richtung Griechenland”. Natürlich kamen hier – vor allem mir – immer wieder Gedanken, ob das ob der Hitze auch eine kluge Idee im Hochsommer ist. Nun ja, da die Abstimmung mit 3:1 gegen mich ausfiel (Sabine hat von Haus aus 3 Stimmen), war die Freude am 21.7.22 dann dennoch sehr groß endlich unser Ziel erreicht zu haben…

Schon im Vorfeld hören wir von Waldbränden usw. – wie hitzig die Negativberichterstattung bei uns geführt wird , wird deutlich, wenn man vor Ort ist. Man sieht natürlich immer wieder Streifen von Gebieten wo Brände waren, dennoch ist man weit davon entfernt, dass Griechenland brennt =).

Wir sind nur einmal in einem Gebiet gewesen, wo wir tatsächlich auf Feuer trafen, das große Inferno aber gab es dennoch nicht. “Sind wir froh”, denken wir uns und fahren sogleich zu unserem ersten Stellplatz unweit der Grenze im nördlichen Westen des Landes. Die Insel Korfu liegt gleich gegenüber.
Noch besser denken wir uns und fahren weiter am nächsten Tag nach Patras, überqueren davor die beeindruckende Brücke und erreichen somit den Peleponnes.
Freistehen/Übernachten mit dem Wohnmobil geht hier auf dem Campingplatz oder es gibt Plätze, wo es geduldet ist oder es gibt findige griechische Tavernen, die das Parken erlauben. Natürlich ist dies auch eine Art Verpflichtung einzukehren, aber das muss man uns nicht zweimal sagen…
Auf die Plätze, fertig, los – die Laufstrecke in Olympia, dem Geburtsort der Olympischen Spiele. Das Stadion mit seiner 26 m breiten u. 192 m langen Laufbahn ist dabei die wohl größte Attraktion. Vor allem wenn man sich vorstellt, dass hier schon vor tausenden von Jahren knappe 45.000 Zuschauer die Athleten aus Griechenland anfeuerten…
Wer ist dieses Nackerpatzerl? Papa! Das sieht man doch – unsere kleinen Griechengötterexperten kennen auf den ersten Blick, das muss Götterbote Hermes sein, mit dem jungen Dyonisos am Arm – dem Weingott, als Toni-Opas Ururururururururur…..- Schutzpatron…
… oder wie hier Göttin Nike – Göttin des Sieges. Und wo sind ihre Laufschuhe???
Auf der Weiterfahrt entdecken wir eine Olivenpresse, wo wir eine Führung und Infos über die Entwicklung der Olivenölproduktion bekommen. Im Anschluss gibt es eine Verkostung und dann geht es kaum anders, dass wir unsern Jahresvorrat an Öl gleich mitnehmen =).
Ich fühl mich ungefähr so wie unsere Katze beim Abendessen am 25.7., wenn sich Sabines und Davids Geburtstag zu Ende neigt. Während die eine unbedingt schönes Wetter braucht um einen schönen Geburtstag zu feiern (das liegt in Griechenland im Bereich des Möglichen), freut sich der Kleine schon seit Reisebeginn auf den großen Tag… aber diesemal hat alles geklappt, schließlich sind Laura und ich ja (wie immer) vorbereitet ;-).

Aber zum Glück will das hier niemand genauer wissen, wir bekommen eine gute Einschulung und fahren dann mit unserem 30 PS Boot zur benachbarten Insel, wo wir in Buchten schwimmen….

einen Leuchtturm erwandern (noch selten so viele über den ganzen Weg gespannte Spinnennetze bergauf geduckt passiert) um schließlich noch von den Felsen zu hüpfen, weil das Wasser hier glasklar und sehr tief ist …
Hier treffen wir auch wieder auf unsere italienischen Freunde, die wir auf den weiteren Weg noch mehrmals treffen werden. Auch weil sie den Reiseführer fast besser studieren als wir und somit immer gute Tipps parat haben, die wir gerne annehmen…
So zB. dieser Abstecher zu einem Wasserfall, indem man baden kann…
Huschi, aber angenehm!
Auf diese Küste sind wir über die Park4night-App gestoßen, hier kann man wieder bei einer Taverne nächtigen und angeblich kann man hier auch mit Meeresschildkröten schwimmen! Pah, dass ich nicht lache!!!
Wir verbringen also eine Nacht in Limeni und sehen natürlich keine turtles. Am nächsten Tag aber sehen wir plötzlich zwei dunkle Flecken mitten durch die Touristen schwimmen. Schnell die GoPro geschnappt und beim Fischrestaurant treffen wir sie wieder.
Turtle bei der Fütterung

Die Schildkröten sind hier so eine Art Hausschwein, die gemeinsam mit vielen kleinen Fischen den Fischabfall des Fischrestaurants fressen. Unglaublich, dass man so nah an sie rankommt… =)

Am nächsten Tag fahren wir zu einem nahegelegenen Strand, wo man viele dieser Zäune sieht, wo die Schildkröten ihre Eier ablegen. Scheinbar sind 7 von 9 Schildkrötenarten im Mittelmeer heimisch und 2 Arten davon dürften hier auch brüten.
Die Nacht davor haben wir bei einem Winzer im Zuge einer Weinverkostung verbracht – natürlich durften wir dort auch nächtigen und Strom/Wasser benutzen. Wir haben fleißig eingekauft, Diamantos war aber auch sehr gastfreundlich, gleich zu Beginn bekamen wir Tomaten, Paprika, Zuchchini, Melanzani u. Orangen aus seinem Garten.
Wo bringt uns jetzt nochmals diese Fähre hin? Zu einer kleinen Insel mit dem Namen Elafonisos im Süden des östliche Peleponnes, wo es angeblich karibischen Strand gibt… mal sehen ob das wirklich so ist…
Scheinbar stimmt das =)
weiter geht es in Richtung Norden…
admin Allgemein

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