“Papa, biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeede du könntest ja doch den Reisebericht weiterschreiben! Was heißt da du hast keine Lust? Ich kann dir ja beim Formulieren helfen und schließlich ist das eine schöne Erinnerung für uns und für Omas, Opa zu Hause und überhaupt.” – “Na gut, nach einer Woche gebe ich nach, daher:

Herzlich willkommen an all jene, die unsere Reise mit unserem Wohnmobil in Richtung Griechenland mitverfolgen wollen.

Wir starten am Mi. 6. 7. 22 am frühen Nachmittag von Katzelsdorf nach Plitcvica in Kroatien.

5 1/2 Stunden später sind wir am Parkplatz, wo wir gratis übernachten werden angekommen. Dieser gehört zu einem Restaurant, daher beginnen wir mit einem köstlichem Abendessen – Forelle und Huhn gegrillt. Übrigens der etwas IRRE Blick aller Beteiligten ist der langen Fahrt geschuldet und wohl auch der anstrengenden vergangenen Wochen…
“Und wann sehen wir nun Winni Pooh”, will unser Jüngster wissen – “Der heißt Winnetou” und der wurde in den 60er Jahren im Plitvica Nationalpark gedreht (der Schatz vom Silbersee). Busse bringen uns im Nationalpark Plitvica zu den Ausgangspunkten. Auf der Wanderroute “H”, die 4-6 Std. dauern soll, kann man auf verschiedenen Ebenen die Wasserfälle bzw. das türkisgrüne Wasser bewundern.
Schau mal, die Stege sind ja wie die Entensteige in Finnland
Überall tummeln sich Fische – Schwimmen ist leider NICHT erlaubt – wäre aber eh zu kalt gewesen bei knappen 20 Grad Außentemperaturen.
Am Foto sind sie 10.000 Touristen nicht zu sehen, die uns entgegen gekommen sind. Wir haben nämlich dein ruhigeren Eingang 2 gewählt u. kämpfen uns somit gegen den Strom zum “Big Waterfall” vor…
Y voilà, gute 80 m, aber wenig Wasser führt der große Wasserfall, das finale Ziel unserer Tour – vom Landesinneren geht es nun weiter zum Meer. Sabine fand auf ihrer App einen Stellplatz direkt am Meer…
und das in der ersten Reihe
Die Wikinger blasen natürlich gleich das Standup-Board auf, allerdings geht soviel Wind und auch der Wellengang macht nicht Mut zum SUP-Paddeln.
Lauras Feigenmännchen

Auf einer Reise ist wichtig, dass man gut vorbereitet und organisiert ans Werk geht – “So wo fahren wir jetzt nochmals hin”. Mostar in Bosnien klingt gut, na dann auf nach Mostar.

Wir verbringen die Nacht auf einen Stellplatz am Fluss des die Stadt prägenden Flusses Neretva. Mit dem Taxi gehts zur Altstadt und spätestens jetzt wird sichtbar, welche Dramen sich hier 1993 abgespielt haben.

Zwar war der Zerfall von Jugoslawien (nach Titos Tod) und die damit verbundenen Unabhängigkeitsbestrebungen der einzelnen Staaten (Slowenien, Kroatien, Bosnien usw) ein Grund für den Krieg, doch begonnen hat es schon früher zu Zeiten der Habsburger, die hier auf die türkischen Truppen des Sultans trafen. Da keine Seite einen entscheidenden Erfolg für sich verbuchen konnte blieb hier ähnlich wie im Süden Spaniens ein ein multikulturelles Umfeld aus Moslems, Christen, Orthodoxen, Juden u. Roma die jahrhundertelang miteinander “auskamen”.
Somit waren in Bosnien seit jeher viele Kulturen vermischt. Durch das Erstarken der radikalen nationalistischen Parteien Ende der 1980er Jahre wurde dies für ein Land wie Bosnien zu einem Pulverfass, da man plötzlich den Nachbarn als Feind ansehen musste.
Die Stadt Mostar war zwar in Ost (muslimisch) und West (kroatisch) getrennt, doch durch die berühmte Brücke von Mostar miteinander verbunden. Leider wurde diese Brücke 1993 von bosnischen Kroaten solange mit Artelleriefeuer beschossen, bis diese einstürzte. Mittlerweile wieder aufgebaut, steht sie als Zeichen des Miteinanders. Zwar gibt es nach wie vor die Trennung, dennoch wird das Miteinander und er Austausch sowie der rege Handel gepflegt.
Blick auf die alte Brücke von Mostar, von der man angeblich auch gegen etwas Geld (dafür erhält man eine Einschulung) runterspringen kann. Red Bull veranstaltet hier auch einen Cliff Diving Wettbewerb.
Am Weg Richtung Dubrovnik besuchten wir noch die Kravica Wasserfälle – diesmal durfte man darin auch baden, wirklich paradiesisch!
Auf einer Rast im unteren Dalmatien mit traumhafter Kulisse aufs Meer.
In einer kleinen Bucht vor Dubrovnik verbringen wir noch zwei Nächte auf einem kleinen Campingplatz.
Hey Wikinker fahren wir rüber zum Hafen?
Kroatische Gemütlich– Gemächlichkeit haben wir in Fischlokal neben dem Campingplatz kennengelernt. Schon beim Reservierungsversuch wurde uns vom Besitzer gesagt: “Please, not before 7:30 pm, we have to rest a little before!”(obwohl davor auch so gut wie niemand da war!). Doch dann, als zweites angekommen und als letztes bedient… wer kennt das nicht. Bei uns wars so, dass zumindest die Kinder nach 1 1/2 Stunden ihr Essen hatten. Unser Fisch war leider auch nach 3 Stunden nicht im Rohr, daher mussten wir auch für das Essen und unsere in der Zwischenzeit gebrachte Vorspeise (weil er nicht wusste, wer sie bestellt hatte) auch nichts bezahlen… Zwar wars etwas mühsam, dennoch hat es der Wirt durch seine freundliche herzliche Art geschafft, dass man ihm nicht böse sein konnte… Für den Schlaf war es insgesamt auch besser =).
Für diesen Urlaub musste ein neues Maskottchen her, für Plätze, die besonders schön sind. Auf unserer letzten Station in Kroatien in der Stadt Dubrovnik könnte man unser Maskottchen “Polly” tatsächlich überall aufstellen.
Die Stadt von oben betrachtet. Sie hat mehr als 4000 Stufen. Durch ihre Hanglage und umgeben von einer traumhaften Meereskulisse hat auch die Altstadt mit einer 2 km langen Stadtmauer viel zu bieten. Doch spätestens seit Games of Thrones wissen viele um die Schönheit der Stadt. Überall trifft man auf geführte Touren, die die Geschichte aber auch die Drehorte von GoT erklären.
…aber schau Papa als richtiger Flugdrache könnten wir schon doublen, zumindest wenn man hier so schön ins klare Nass springen kann =)
haaaaaaaaaaaaaaalo!
…aber wen kümmerts… Daenerys Targaryen konnte sicherlich nicht stilvoller fliegen.
Unsere Route nach 963 km bis Dubrovnik, weiter geht es nach Montenegro =)
admin Allgemein

10 Replies

  1. Titos Brücke und die exakt gleiche OffRoad Route genommen, dazumal Thomas Wiesbauer noch nicht asphaltiert, und die Puchners mit dem neuen Auto unterwegs gewesen und wir das Boot bis Mlini geschleppt…😂😂😂

  2. Hey Leute, schee dass wir wieder was von euch unterwegs mitbekommen.

    Mostar, Dubrovnik sehr schön… Da war ich oft als Kind und hab tatsächlich noch die original Brückn gesehen..

    Wart ihr auch bei der Forellenzucht beim Essen…. Mega große Fische zu sehen..

    Liebe Grüße von den Niederbayern, vui Spaß noch und weiterhin den Druck hoch und aufrecht erhalten, zwecks Schreiben 😁💪
    René Tanja Milena u Maxi

  3. Wieder ein ganz toller Reisebericht von euch! Wir wünschen euch weiterhin viele schöne Erlebnisse und Abenteuer!

  4. Danke für den interessanten und schönen Bericht. Wir können daraus noch Vieles lernen und würden uns über weitere Informationen freuen. Euch noch einen erholsamen?? Urlaub. LG aus der Heimat Grete und Gerhard

  5. Hallo, Danke für den Link!
    Ich freue mich sehr, dass dir in den Ferien nicht fad wird und wieder Fotos und einen feinen Reisebericht schickst.
    Plitvice ist immer eine Reise wert und eure Kids haben jede Menge Spaß!
    Dubrovnik fast ohne Touristen – sieht man auch nicht oft.

    Alles Gute für die Reise!
    Ernst

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