Als Mitteleuropäer fragt man sich schon, wie es Leute in Südeuropa schaffen, mit der Hitze umzugehen. Gleich vorweg, es ist mir immer noch ein Rätsel, wie man bei diesen Temperaturen produktiv sein soll. Das Wetter in Sevilla war hot. 43 Grad zeigt das Thermometer… Die Spanier haben den Lebensrhythmus auf die Hitze abgestimmt. Dh. am Beispiel Essen, sie frühstücken so zw. 9-11, am Vormittag eine Jause, zw. 13-15 Uhr gibt es dann ein Mittagessen, zw. 14-17 Uhr herrscht tatsächlich Siesta, dh. sind die Geschäfte geschlossen, ab 18 – 20 Uhr holt man sich etwas zu trinken und jausnet wieder, denn bis zum eigentlichen Abendessen 21-23 Uhr ist es ja noch lange.

kein Wunder, dass hier die Siesta Hochsaison hat!
Kurz vor Sevilla treffen wir auf ein Sonnenkraftwerk. Schon von Weitem sieht man einen hell erleuchteten Turm.
Der Turm ist von 2.650 Spiegeln umgeben. Die Spiegeln sind beweglich und auf die Spitze des Turms ausgerichtet. Sie reflektieren das Sonnenlicht und erhitzen Salz im Inneren des Turmes auf eine Temperatur von 500 Grad Celsius. Das geschmolzene Salz wird dann zu einem Wärmetauscher geleitet, der Wasserdampf erzeugt, der dann eine Turbine antreibt. 20 Megawattstunden Strom (für 20.000 Haushalte) werden hier emissionsfrei produziert. Das wollten wir natürlich von der Nähe sehen und haben glatt den Security übersehen, der uns danach freundlich aufmerksam machte, dass das Gebiet nicht betreten werden darf.
Sevilla stellt die heißeste Stadt dar, fast 43 Grad messen wir heute am 10.7.
Mit dem Uber Taxi fahren wir zum Plaza España…
wo überall Pferdekutschen zu sehen sind und sogar…
eine Flamencogruppe zum Zuhören einlädt, olé!
Tolle Stimmung, Sevilla gilt ja als Heimat des Flamenco. Der Wasserverkäufer, der tiefgefrorene Wasserflaschen zum Verkauf anbietet, verdient bei den begeisterten Zuhörern ebenfalls ein wenig mit.
“I kann nimma”, obwohl wir ja eh erst ab 18 Uhr in die Stadt gefahren sind.
“Innerer Friede!”, wenn die Sonne mal untergeht, wird es halbwegs erträglich. Aber auch die Kellner stöhnen wegen der Temperaturen. Nur echte SevillanerInnen meinen, sie seien die Hitze gewöhnt.
Nächster Tag schon besser, ab zum Meer. Das Meer im Süden ist mit dem Wohnmobil etwas mühsam, da man nur auf teuren Campingplätzen stehen kann, die ab jetzt auch sehr voll werden. Speziell am Wochenende, wenn die Spanier aus den Städten zum Wasser flüchten, wie hier am Strand von Barbate.
“Weiß nicht was du hast Papa, eh cool da!” Unsere beiden haben immer ihre gesammeltes Recyclingspielzeug dabei….
zum Sandspielen mit den Matchboxautos =)
In San Nicolas de Puerto im Landesinneren ist es gleich etwas kühler und
man trifft auf Korkeichen, die gleich für Toni Opa gesammelt werden. Angeblich braucht er einen Stöpsel für seine Weinflasche.
Unser Campingplatz in der Nähe von Córdoba, wo wir am 15.7. endlich unsere zwei neuen Felgen erhalten.
rund um Cordoba, findet man Oliven ohne Ende
Cáceres wird als nächstes besucht, eines der “schönsten” Dörfer Extremaduras. Diese Provinz nördlich von Anadalusien ist wegen ihres Wetters “extrem” und “duro” (hart).
“Du Papa, jetzt wird es aber wieder mal Zeit für etwas Cooles, hmh?” Was ist den cool?
zB los Pilones im Valle del Jerte. Das Tal ist berühmt für seine Kirschen, die es selbst am 15.7. noch gibt. Ein Insidertipp aber ist der Bergbach, den man nur zu Fuß erreichen kann.
In den Becken kann man wie beim Canyoning baden und rutschen. Nicht nur landschaftlich, sondern bei den Außentemperaturen auch ein Bade-Traum.
Stopp, hier geht es nicht weiter, diese Stadtmauer wird nämlich von 88 Türmen bewacht!
Auf unseren Weg Richtung Norden besuchen wir am 16.7. Ávila.
Die Stadtmauer kann gegen Eintrittsgeld besucht werden.
Ávila ist auch die Stadt der heiligen Teresa. Sie ist die Schutzpatronin von Spanien und der Schachspieler.
Abendstimmung – weiter geht es Richtung Galizien.
admin Allgemein

One Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.