Auf einem Zwischenstopp Richtung Galizien treffen wir auf, was ist das eigentlich – eine Gruppe “Wolleseln”? Bei der Hitze ist ja so ein warmer Pullover reichlich übertrieben, denken wir uns – wie kann man sich doch irren…



















Apropos Hexe, genauso unschuldig wie Hexen wurden im Laufe der Geschichte viele Christen zu Märtyrern. Daraufhin folgte sehr oft eine Selig- und Heiligsprechung und mit den Knochen der dahin Geschiedenen wurde ordentlich Geld verdient um zB. eine kleine Kapelle zu einer Kathedrale zu vergrößern. Das Berufsbild Märtyrer (hat ja mit Martyrium zu tun) ist nicht mit dem eines Popstars zu vergleichen, die wirtschaftliche Verwertung dieser armen GesellInnen aber sehr wohl und hat auch 2000 Jahre danach nicht nachgelassen. Der Businessplan im Falle von Santiago de Compostela könnte so zusammengefasst werden:
Jakobus als Jünger Jesu machte sich nach Jesus Auferstehung auf den Weg auf die iberische Halbinsel. Leider war sein Missionierungsversuch wenig erfolgreich, so kehrte er nach Jerusalem zurück, wo er von König Herodes hingerichtet wurde. Achthundert Jahrs später taucht plötzlich ein heidnisches Grab auf, das vom Bischof zum Grab des heiligen Jakob erklärt wird. Seine Knochen sind seitdem in der Kirche Santiago de Compostela in einem Schrein aufbewahrt und haben viele Wunder bewirkt. Der Jakobsweg, als der drittgrößte christliche Pilgerweg (neben Jerusalem und Rom) ist nicht nur wirtschaftlicher Segen über viele Jahrhunderte für die ansässigen Unterkünfte und kirchlichen Einrichtungen, sondern für viele Inspiration und ein probater Weg zur Selbstfindung. Sich auf den Weg machen, der Jakobsweg beginnt zu Hause…





























































