Andalusien verbindet man mit Hitze und Siesta, endlose Weiten an Olivenhainen und dazwischen gebirgige Hügellandschaften mit weiß gekalkten Gebirgsdörfern und vieles davon finden wir hier auch so vor, wie wir es uns vorstellen. Im Gegensatz zu Österreich, sind hier allerdings die Orte kompakter und somit die Landschaft dazwischen streckenweise menschenleer. Vermutlich liegt das auch in der Verteilung des Landbesitzes, denn so sind ca. 60 % des spanischen Grund und Bodens in Besitz von 2500 Familien, das sind 2 % der Bevölkerung. Eines dieser Dörfer, zu finden in den Bergen der Alpucharras, heißt Pampaneira.

3 Tage verbringen wir von 28.6.-1.7. in Órgiva. Danach fahren wir rauf in die Alpujarras (südlich der Sierra Nevada)und besuchen die Bergdörfer rund um Pampaneira (der Name wird hier zum Programm). Mit dem Fahrrad besuchen wir – von unserem Stellplatz aus – drei Dörfer Capileira, Bubion und Pórtugos. Jede davon rühmt sich das schönste Dorf bzw. den besten spanischen Schinken zu haben.
Schön sind die Dörfer wirklich und auch der Schinken schmeckt sehr gut.
Du Papa, warum sind die Häuser hier alles weiß? Sieht irgendwie hübsch aus – die Frage musste ja kommen!
Scheinbar sind die Einwohner zum Kalken ihrer Häuser verpflichtet, denn überall sieht man NUR weiß gekalkte Häuser. Dies verschönert die kleinen Orte einerseits, hilft gegen Hitze, Kalk ist antibakteriell und wirkt auch gegen Insekten. Der zusätzliche weiße Anstrich ist wasserabweisend und es gibt fast keinen noch so kleinen Flecken, der nicht mit Weiß überstrichen wird. Die Bergdörfer wirken sehr gepflegt.
Hier staunen wir noch, doch schon einige Tage später auf unserer Reise Richtung Córdoba, gewöhnen wir uns an die zum Landschaftsbild gehörenden weißen Dörfer.
Etwas versteckter war ein Tipp aus unserem Buch 101 schönste Plätze Spaniens, ein Wasserfall auf rotem eisenhaltigem Lehm
Naja, so recht weiß ich nicht, was ich davon halten soll – sagt auch der Gesichtsausdruck
Waschküche mit Bachwasser in Pampaneira
Endlich frische Tomaten aus dem Garten des Restaurants, das gerade aufsperrt. Hier ist gerade Nebensaison, denn im Juli sind die Einwohner selbst auf Urlaub am Meer.
Am nächsten Tag geht es weiter zu einem Stellplatz in Castell de Ferro. Er versteckt sich hinter Plastikgewächshäusern.
so kitschig wars hier nicht, schon eher den top spot für das Foto gefunden…
Während Almería der Inbegriff von künstlicher Landwirtschaft ist, hat Sabines Freundin einen Biobauern nördlich von Andalusien geheiratet. Die Kinder freuen sich, endlich firsche und unbehandelte Orangen von den Bäumen essen zu dürfen …
ins Bewässerungsbecken hüpfen
aber vor allem Alba und Tina wieder zu sehen!
Zwei Tage wie im Paradies, wenngleich wir uns bewusst werden, wieviel Aufwand biologische Landwirtschaft für die Familie bedeutet!!!
Da die Straße für unser Wohnmobil nicht befahrbar war – zu steil, zu eng, zu oft aufgesessen… lässt uns José Maria (den wir bis dato nicht kennen) für zwei Nächte samt Strom auf seinem Grundstück parken und das Pool dürfen die Kinder auch benutzen…
Vollgepackt mit viel Obst und Gemüse fahren wir 50 km weiter Richtung …
Ronda, eines der wohl schönsten Dörfer im Süden Spaniens. Mit impostanter Brücke im Hintergrund.
Ronda ist auf hohen Sandsteinfelsen gebaut und wirkt somit bei Tag …
und bei Nacht…
gigantisch
Abendstimmung in Ronda
Apropos Stimmung, die kommt auch am nächsten Tag in Setenil de las Bodegas wieder auf
Diese Bodegas wurden hier nämlich in den Felsen gebaut, wohl aus Platz- und Hitzegründen.
Wie auch immer, die Tapas und der Wein sind gut!!! =) Weiter geht es Richtung Caminito del Rey…
admin Allgemein

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