Das “Du weisst schon was Virus” bzw. der Virusmutant im Zeichen des Deltas oder Gammas… holt uns wieder ein. Wir hätten geplant über Portugal Richtung Norden zu reisen bzw. hätten wir am 9. 7. Konzertkarten für La Oreja de van Gogh gehabt. Portugal haben WIR, das Konzert hat leider der Veranstalter verschoben… Naja, aber wir konnten wenigstens einen Eintritt zu einer spektakulären Schluchtenwanderung – dem Caminito del Rey – ergattern. Dieser Königsweg wurde nach dem König benannt, der den Staudamm im Jahr 1921 eröffnete und auch den Weg persönlich ein Stück durchwanderte.

Wann geht es jetzt endlich zum Königssteig? Zum Caminito del Rey? Geduld Kleiner, vorher muss ja erst die Krönung erfolgen…
Prinz und Prinzessin…
Die Anfahrt am 6.7. führt uns wieder durch das Andalusische Hinterland, dessen Erscheinungsbild von Getreidefeldern aber viel mehr noch von Olivenhainen geprägt ist.
Angekommen auf unserem Campingplatz direkt am Stausee Parque Ardales
Fast zu windig zum Paddeln
Der Stausee wird zur Stromgewinnung verwendet, entlang einer Schlucht führt der Caminito del Rey.
Ein Guide führt uns durch und
erklärt uns vieles über die Entstehung, Flora und Fauna aber vor allem…
dass der alte Weg so aussah und auch kein Geländer hatte, dh. nichts für schwache Nerven. Über diese Brücke musste man bei Wind schon mal auf allen Vieren “drüberkraxeln” bzw. bei Gegenverkehr mit Rucksack ganz dicht an die Wand lehnen.
Hey Mami und Papi locker schauen…
ist nur eine Felge!!! Eine Felge, diesmal auf der linken Seite, die Luft verliert, scheinbar zollt das Material dem Gewicht Tribut. Ein Schlauch hilft uns weiter und wird in hoffentlich 1 Woche in Córdoba durch eine neue Felge ersetzt – juchu!
Juchu, hier ist eine schöne Aussicht! Im Parque Nacional del Torcal de Antequera gibt es außergewöhnliche Karstformationen zu sehen. Diese sind durch die Witterung (Wasser, Wind, Hitze…) entstanden…
so jetzt schaut mal ordentlich!!!
Ziegenkäse – in Vorbereitung…
DAS ist ein Olivenhain, wie der Spanier in Andalusien zu sagen pflegt! Spanien deckt 42 % des weltweiten Olivenölbedarfs ab, 60 % davon kommen aus Andalusien. Italien deckt 20 % ab, wobei die Italiener gerne in Spanien einkaufen und dann unter italienischer Etikette weiter vermarkten – also etwas “schummeln” wie die Andalusier hier etwas “verschnupft” anmerken, weil die Produzenten weniger bekommen, als der Handel.
Olivenbäume zwischen Jaén und Córdoba
Córdoba – nicht zu verwechseln mit dem 3:2 gegen Deutschland 1978, das Córdoba liegt nämlich in Argentinien ist eine sehr geschichtsträchtige Stadt und hatte ihre Blütezeit zw. 700-1200 n. Chr. unter der Vorherrschaft von arabischen Herrschern, die der Stadt ihr Erscheinungsbild gaben. Viele Gelehrte waren in dieser Zeit in der Stadt und dieses Wissen wurde durch Übersetzungen ins Lateinische auch für das übrige Europa verfügbar gemacht. Kulturell dürfte Cordoba, das damals zum westmuslimischen Reich gehörte, noch bedeutender wie Konstantinopel gewesen sein (zumindest behauptet das unsere Fremdenführerin).
al’andalus, nennt man das von Arabern besetzte Gebiet der iberischen Halbinsel 711 – 1492. Vom Norden aus begann die schrittweise Zurückeroberung im Zuge der Reconquista, wobei Córdoba bereits 1282 von den Christen wieder eingenommen wurde und Granada erst 1492. Die Besiegten mussten entweder ihren Glauben wechseln oder das Land verlassen oder ensprechende Abgaben leisten…

(Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Andalus#cite_note-Chandler-8).

Eine Stätte aus dieser Zeit ist die Mesquita in Córodoba, das bis 1282 als Gebetshaus für 23.000 Muslime diente und danach von der katholischen Kirche übernommen wurde. von den 1000 Säulen wurden 200 entfernt und dafür Platz geschaffen für einen kichlichen Hochaltar, indem auch heute noch Messen abgehalten werden.
Muslimische Kunst kombiniert mit christilichen Bauelementen. Durch die durchgehende Nutzung dieses Bauwerks konnte der Zustand des Bauwerks so erhalten werden.
Romanische Brücke
Nach soviel Geschichte wird man hungrig, typisch ist hier Salmorejo (kalte Tomatensuppe mit Öl) und Berejenas con Miel (parnierte Melanzanie mit Honig) und schmeckt sehr gut.
Bei so einem Essen kommt man gerade mit einem blauen Auge davon (hat er sich beim steilen Köpfler in das flache Pool zugezogen ). Aber nix passiert, weiter geht es mit Sevilla, wo uns angeblich bis zu 48 Grad erwarten – juchu!

admin Allgemein

One Comment

  1. “Cooler Weg und coole Gegend” – bei uns ist es noch um einiges wärmer. So weit im Süden Spaniens war ich noch nicht, aber eure Bilder machen Lust darauf!
    LG Ernst

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