Spanien ist – wider Erwarten – ein sehr “campingfreundliches” Land. Noch vor 2 Jahren war uns dies noch nicht so bewusst, weil wir damals meist auf Campingplätzen nächtigten und auch noch nicht über Apps wie “Park4night” verfügten. Mittlerweile fürchten wir (speziell ich, also “Fürchti”) uns auch nicht mehr beim Campen im Freien – sozusagen in der Wildnis. Aber zugegeben, ich verriegle dennoch jede Türe zweimal, meinen im Herbst montierten Zusatzschlössern um 168 Euro, sei Dank.
Man findet hier viele schöne Plätze zum Nächtigen, so wie in Penedès, wo ein Cava-Weingut (also Sekt) 5 Stellplätze samt Strom und Wasser gratis zur Verfügung stellt. Klarerweise, besucht man dabei die dazu gehörige Bodega und kauft die eine oder andere Flasche.




























Schon als wir 2001 in Madrid lebten, gab es immer wieder Demonstrationen wegen Wassernot. Jetzt kommen wir endlich zu dem Platz, worüber so lange gestritten wurde. Im Elbro Delta, der Elbro ist mit 930 km der zweitlängste Fluss Spaniens nach dem Tajo und entspringt im Kantabrischen Gebirge im Norden. Das Problem, dass die Bewohner im Ebro Delta haben ist, dass sie für ihren Reisanbau Unmengen von Wasser aus dem Ebro brauchen. Da Wasser in Spanien generell knapp ist, wollen viele das Wasser entlang des Ebro “abzweigen”. Dadurch kommt weniger Wasser in Richtung Meer und letzteres “überspült” den Ebro mit Salzwasser. Dh. es rinnt leichteres Salzwasser über das Süßwasser des Ebros. Verschärft wurde das Problem durch den Bau von Staudämmen, die verhindern, dass Sedimente ins Delta gespült werden. Dieser “Schlamm” wurde früher auf die Felder aufgebracht. Durch das Fehlen der Sedimente holt sich das Meer immer mehr Land und viele Bewohner fürchten, dass ihr Delta schön langsam (auch ohne Klimakrise) im Meer versinkt…





























Paella und andere Köstlichkeiten – euch scheint es gut zu schmecken.
Gute Weiterreise!
LG Ernst