Nach einer kurzen Zeit zu Hause geht es das letzte Mal in diesem “sabbatical” mit dem Wohnmobil in Richtung Spanien und Portugal. Diese Länder hatten wir ja, wie alle anderen Reisen auch, nicht auf dem Programm, aber dennoch nehmen wir es in diesem verrückten Jahr “dankbar” an. Für die Fahrt nach Spanien durchqueren wir Italien und Südfrankreich. Am Montag 24.5.21 wird um 9 Uhr früh noch für alle vier ein PCR-Test in einem Neunkirchner Labor gemacht, der uns dann, 72 Stunden gültig, bis ins Landesinnere nach Spanien bringen soll. Daher “pressen” wir mit 110 km/h durch und erreichen Mittwoch 25.5. mittags die spanische Grenze. Letztlich wollten aber nur die Franzosen unsere Tests sehen.















Apropos Naturschutz, schon auf den Azoren machte ich Hör-Bekanntschaft mit einem seltsamen Vogel. Wenn man nämlich spätabends allein in der Küche sitzt und am Laptop Reiseberichte verfasst, dann hört sich folgender Gesang sehr befremdlich fast beängstigend an. Man würde dahinter jedenfalls keinen Vogel vermuten, außer einen, der sich gerade für eine Donald Duck Rolle vorbereitet:


Katalonien, das ca. 7,5 Mio Einwohner zählt und etwas weniger als die Hälfte der Fläche von Österreich ausmacht, ist ein schönes, abwechslungs- und geschichtsträchtiges Land. Die Katalanan waren durch den Hafen rund um Barcelona schon immer als Händler tätig. Entsprechend stolz sind sie auf ihre Nation mit eigener Sprache (katlanisch ist romanischen Ursprungs und eine Mischung aus Spanisch und Französisch) aber leider ohne Nation. Diese Staatenlosigkeit führte ja erst unlängst im Jahre 2018 zu einer Verstimmung mit Spanien, da sich das autonom regierte Katalanien von Spanien lossagen wollte. Daraufhin griff die Zentralregierung in Madrid ein, setzte die Regierung in Barcelona ab und einige Politiker wie Ministerpräsident Puigdemont flüchteten ins Ausland und viele weitere wurden verhaftet. Schon mehrmals in der Geschichte haben die Katalanen versucht eine Unabhängikeit zu erreichen, bisher immer ohne Erfolg. Meistens lag es auch am falschen Bündnispartner, so auch im 17. Jhdt., wo sie an der Seite von Österreich gegen Frankreich/Spanien unterlagen. Danach fiel der Norden der Pyränen an Frankreich (Nordkatalonien) und der südliche Teil (das jetzige Katalonien) fiel an Spanien. Diese Trennung herrscht bis heute vor. Unter Franco wurden sie von dessen Militärregime 40 Jahre unterdrückt, das Katalanisch wurde verboten, nur Spanisch (castellano) war erlaubt und selbst katalanische Vornamen waren verboten. So heisst zB. Opernstar José Carreras auf Katalanisch Josep und statt Paul sagt man Pau usw. Nach Francos Tod haben die Repressalien nachgelassen, die damaligen Verantwortlichen haben aber die Politik bzw. die Guardia Civil noch lange weiter geprägt… Daher ist es auch verständlich, das Vorbehalte gegen das korrupte Madrid und dem Königshaus vorhanden sind, nicht zuletzt weil knapp 20 % der Steuer-Zahlungen (ebenso aus dem reichen Baskenland) nach Madrid fließen.




































Oh du armer, schlafloser Redakteur… Für mich sind eure Berichte die schönste Bettlektüre 😍
Viel Spaß auf eurer Reise über die iberischen Halbinsel!!
Wie immer ein toller Reisebericht!
LG Ernst