Wenn man beim Aufstehen schon weiß, heute wird ein aufregender Tag, dann hat man vieles bis dahin richtig gemacht… (frei nach, egal gerade eingefallen). “Güüüüüüüühhhhhbsssssssssssd duuuuuuuuuu miiiiiiiiiiiiiaaaaaaaaaarrrr biiiiiiiiiiiiiiiede die Maaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrrrrrrmeeeeeelllllllaaaaaaaaaaaaaaaaaddddddddeeeeeeeeeeeeeee” – “Jetzt reichts aber, du brauchst mit mir nicht walisch zu sprechen, du siehst ihn schon noch früh genug unseren Moby Dick!”. Olli gab uns den Tipp, bei Pedro die Walwatching Tour zu besuchen und er hat nicht zu viel versprochen ein echtes Highlight (http://azoresexperiences.com/en/who-we-are/)

Um 9 Uhr startete die Tour, zunächst mit einer Einschulung. An die 27 Walarten kommen in den Gewässern vor, mit etwas Glück sehen wir den einen oder anderen davon.

Bartenwale, mit dem großen Blauwal und darüber der Buckelwal
Zahnwale und dazu gehören auch die Delfine und der Pottwal, der hier in den azorianischen Gewässern heimisch ist. Ihn zu sehen sollte gelingen und vielleicht auch die Delfine. Links oben in der zweiten Reihe der “gemeine” Delfin, weil er fast überall vorkommt, fühlt sich hier auch wohl.
Während der Tour wird nur English, Französisch, Spanisch und Walisch gesprochen, jedenfalls nicht Deutsch…
Unsere Kinder haben Glück, den Franziska aus Deutschland, war schon viermal mit und erklärt unseren Kindern alles, was sie weiß und das ist ziemlich viel. Auch bekommen wir von ihr, freundlicherweise die nachfolgenden Walfotos, auch dafür herzlichen Dank!!!!
Mit dem Motorschlauchboot “brettern” wir nördlich der Insel Pico. Wie damals auch die Walfänger, suchen Walbeobachter von Land aus mit Fernrohren das Wasser nach Luftfontänen ab. Da der orts- oder besser wasseransässige Pottwal auf der linken Nasenseite (kein Scherz) sein Atemloch hat, steigt seine Wasserfonäne im 45 Grad Winkel auf und ist daran zu erkennen. So kam die Nachricht, dass vor 30 Minuten Pottwale gesichtet wurden, daher bringt uns Pedro zu dieser Stelle.
und wo sind sie jetzt? Andere Boote warten hier auch.
Wenn der Pottwal “abtaucht”, dann hat das wirklich was zu bedeuten, denn er lässt dabei seinen Atem aus und schafft dabei Tiefen bis zu 2500 m. Dabei ist er dann eine Stunde weg. Dh. man hat eine Stunde Zeit um an die Stelle zu gelangen, wo er das letze Mal gesichet wurde, bis er wieder auftaucht, dort einige Minuten Luft schöpft sich erholt und wieder abtaucht um sein bevorzugtes Essen, den Riesenkalmar zu jagen. Bevor er abtaucht, sieht man den Rücken mehrmals aufragen und dann taucht er ab und als Beweis für sein Verschwinden für 45-60 Minuten streckt er seine Schwanzflosse nach oben.
Wir sehen insgesamt 6-8 Pottwale mit deren Kälbern, die bis 2 Jahre gestillt werden. Wenn die Mutter abtaucht, bleibt ein anderes Weibchen an der Oberfläche und bewacht die kleinen Meeresriesen. Die Ausatmung geht nach links weg, weil die Nase links vorne ist.
Potti sagt zum Abscheid leise “Servus” und vertschüsst sich auf den Weg in die Tiefe, wo er mit seinen Klickgeräuschen navigiert und auch seine Beute jagt. Jetzt heisst es warten… Die Walbeobachter und auch Pedro ist hier sehr rücksichtsvoll sind sich bewusst, dass sie die Tiere stressen, daher halten sie sich an die Vorschriften. So wird ein 50 m Abstand eingehalten u. nur max. 3 Boote dürfen zu den Tieren.
Die Schwanzflosse ist wie der Fingerabdruck einzigartig und daran werden die Wale erkannt, fotografiert und auch beim nächsten Tauchgang zugeordnet.
Aber irgenwie wirken die Pottis fad, gibts jetzt Delfine?
Wir brettern weiter, weil der Funk eine andere Art von Walen durchgibt, welche sehen wir erst kurze Zeit nach einer Vollgas-Hochschaubahnfahrt…
Buckelwale, so genannt, weil sie ihren Buckel beim Abtauchen krümmen, ziehen auf ihrer Wanderung in den nahrungsreichen Norden vorbei.
Die Mannschaft ist außer sich, jetzt wird uns klar, warum wir so gebrettert sind. Da sie nur ganz selten gesichtet werden. Insgesamt drei Wale schwimmen leise vor uns dahin, tauchen einige Minuten ab holen Luft und zeigen dann ihre …
Schwanzflosse. Durch ihre weiße Bauchfarbe, wirkt das Wasser türkis beim Auftauchen.
Buckelwale sind die Pavarottis der Meere, die männlichen Artgenossen singen tagelang um die Gunst der Weibchen und dichten jedes Jahr neue Melodien hinzu. Fantastische Tiere.
Mannschaft “Moby Dick” nach vierstündiger Walbeobachtungsfahrt. Leider ohne Delfine, aber man kann nicht alles haben und wir wollen nicht unbescheiden sein =)
Wir halten Ausschau am Nachmittag nach einem Leuchtturm, aber einen ganz besonderen. Er liegt im Westen der Insel und hat diese bis ins Jahr 1958 beleuchtet, dann nämlich ist dort nach fürchterlichen Erdbeben ein Vulkan ausgebrochen und hat dort bis heute eine Mondlandschaft hinterlassen.
Der Vulcão dos Capelinhos ist zunächst – wie übrigens alle andern 9 Inseln der Azoren im Meer ausgebrochen bis er sich schließlich erhoben hat und mit der Insel verbunden hat.
Eindrucksvolle Mondlandschaft
stylisches unterirdisches Vulkanmuseum berichtet über die Geschichte und die Entstehung von Vulkanen
Ausblick vom Leuchtturm
Lebensquelle direkt am Meeresrand
Tummelplatz für kleine Fische
Wir beginnen angeschwemmten Plastikmüll zu sammeln und schon will der eifrige Sammler dieses Plastikssackerl einsammeln, das aussieht wie ein verirrtes Waschmaschinensäckchen, doch huch, die gehört sogar hierher: eine der wenigen unangenehmen Dinge in Portugal, eine portugiesische Galeere, keine Qualle sondern eine Seeblase. Die Berührung sollte man tunlichst vermeiden.
Klettermaxis und -innen im Einsatz
Schön da! =)
admin Allgemein

3 Replies

  1. Whale watching is simply the best! 🐳 🐋
    Im Moment bleibt uns mal die Hoffnung, dass es auch für uns bald weitergeht! Noch viel Spaß weiterhin! Lg Renate

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