Mein Schulfreund Oliver (auch ihn habe ich schon fast 30 Jahre nicht mehr gesehen!) wohnt schon seit 20 Jahren als selbstständiger Wanderführer auf den Atlantikinseln Madeira und jetzt auf den Azoren. Von ihm erfahren wir, dass die “Du-weisst-schon-was” Situation hier ziemlich entspannt ist und daher beschließen wir knapp 3 Tage nach dem Schiurlaub, die Koffer erneut zu packen und zunächst die Blumeninsel per Lufthansaflug über Frankfurt anzusteuern. Am Sa. 3.4.21 geht es los. Unser Freund Mario bringt uns um 4 Uhr morgens zum Flughafen und um etwas nach 7 Uhr fliegen wir nach Madeira. Für unsere Kinder ist dies der erste Flug und ausnahmsweise ist mal jemand vor dem Start aufgeregter als Papa!

“über den Wolken…” wird gesummt, um die Aufregung vor dem ersten Flug zu mindern.
13:45 Uhr Ankunft am Flughafen Funchal. Die Landebahn ist auf Betonstelzen gebaut und wie uns unser deutscher Sitznachbar erklärt, “EXTREM SCHWIERIG” ob ihrer Kürze anzufliegen. Das macht natürlich Mut, aber Laura kriegt von dem nichts mit und auch der Pilot macht keine Mätzchen und bringt uns sicher zu Boden. “Warum klatschen die alle, Papa?” “Naja, weil wir noch leben!” (Auszug aus “Flugangst für Anfänger”). Am Flughafen erwarten uns junge guides, die uns sehr freundlich interviewen, damit allen Covid Bestimmungen genüge getan werden kann und jeder von uns bekommt eine Begrüssungsbanane, die hier heimisch sind. Nach der Abholung des Mietautos und Supermarkteinkauf gehts in Richtung Südwesten “Madalena do Mar” zu unserem Appartement.
Noch schnell die Wohnung am Abend bezogen und ab zum Strand: “juchu, wir sind da”. Erleicherung ist groß.
Ok, Kinder ich geh dann mal die Wassertemperatur “checken”, Lufttemperatur liegt bei 21 Grad. Doch kaum nähere ich mich dem Ozean um den Zeigefinger Richtung Erde, also Wasser zu strecken, da kam er, der TSUNAMI.
“Lauft, lauft, ich halt die Welle für euch auf!”
Ich würde sagen, Wassertemperatur zw. 17-18 Grad.
Was wir aufgrund unserer knappen Vorbereitung von Madeira wußten war lediglich, dass sie als Blumeninsel bekannt ist. Madeira leitet sich von “Holz” ab, von dem es bei Ihrer Entdeckung klarerweise noch viel mehr gab.
und so zieht es uns am 4.4.21 zu unserer ersten Wanderung hinauf zu einem Wanderweg entlang der Wasserrinnen (levadas), die hier schon seit hunderten Jahren, den Süden aus dem niederschlagsreichen Norden versorgen. Schon nach einigen Metern wird klar, das dies trotz WANDERN ein Paradies für Kinder ist….
egal ob Pusteblumen
Wasserquerungen…
engen Kurven, die immer wieder spannend weiter gehen…
Blumen, die man eigentlich bei uns nur aus dem Blumentopf kennt
Kleine Wasserfälle, die überall die immergrünen Hänge runterplätschern
einladende Rastmöglichkeiten
zutrauliche Buchfinken, die einem sogar aus der Hand “picken”
Wasserfall, den man durchqueren kann
Tunnel, der einige hundert Meter lang ist
für jeden etwas dabei…
und man kann sogar (mit Maske und jeder ist hier sehr diszipliniert) tatsächlich ein Restaurant besuchen
Schmatz
Am Abend im Appartement angekommen, grillen wir noch am Dachboden, Fisch und Zucchini. Waren übrigens Godbrassen und nicht der Degenfisch, der aus 200-1500 m Tiefe gefischt wird und entsprechend “hässlich” aussieht.

Madeira ist eine Reise wert, so viel steht schon mal fest!
admin Allgemein

5 Replies

  1. Yes, es geht wieder los mit euren supertollen Beiträgen!! Bin gerne in Form einer Lesebegleitung dabei 😎😍 und wünsche euch viel Spaß!! Alles Gute, Astrid

  2. Super! 👍 Auch ich lese gerne eure Beiträge! Das vermittelt ein bisserl Urlaubsgefühl, trotz „lock down“ hier in Wien 😊
    Also DANKE für die tolle Berichterstattung 🙏🤩
    Wünsche euch eine super schöne Zeit
    Busserl
    😘

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