Nach 11 Ländern (wenn man den Vatikan auch mitrechnet =)) und mehr als 14.000 km kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo man wieder heim muss/darf, ja nachdem wen man fragt =). “Also Kinder wir fahren jetzt dann heim. Zuvor noch Rom, Toskana und Venedig und dann fahren wir nach Hause!”

Super, dann besuchen wir noch schnell den Petersdom (“den Pederl”)
…das Kolosseum…
…ihr könnt Wein kaufen in der Toskana…
…und wir endlich mal mit einer Gondel fahren!
…und wann fahren wir e n d l i c h heim zu unseren Freunden, Omas und Opas, Onkeln und Tanten, Cousins & Cousinen? yipiiiiiiiieeeeeeeeehhhhhhhh!
Alles der Reihe nach, am 19. Oktober nach Pompej fahren wir noch eine Nacht zu einem Strand und nutzen noch die 20 Grad zum Baden in den doch schon etwas kühleren Fluten.
Wir fahren weiter nach Rom und besuchen dort das Vatikanmuseum, während man normalerweise stundenlang an der Kassa warten muss bzw. im vorhinhein Tickets reservieren muss, geht es diesmal problemlos und relativ flott. Wenigstens ein Vorteil an dieser Ausnahmesituation.
Das Vatikanische Museum beherbergt einen großen Fundus an Kunstschätzen und zeigt auch verschiedenste Ausstellungen. So haben wir zB eine sehr interessante Ägyptenausstellung besucht. Hier das Altarbild des Hl. Petrus, mit dem Himmelsschlüssel in der Hand.
Weg in die sixtinische Kapelle, mit eindrucksvollen Deckenfresken und Landkarten als Wandmalerei.
Sixtinsche Kapelle mit Michelangelos Deckenfresko und das 20 Jahre später von ihm erstellte Wandfresko über dem pästlichen Altar, das das jüngste Gericht darstellt.
Schweizer Garde, die königliche Leibgarde des Papstes in den noch traditionellen Farben in der Galau-Uniform. Die Gardisten wurden zwar vor über 500 Jahren von Papst Pius als Söldner rekrutiert. Unter Maria Theresia war aber der Begriff Söldner mit Schweizer gleichzusetzen, so erinnern in Wien noch das Schweizerhof bzw. Schweizertor in der Burg an den Einsatz der auch in Wien rekrutierten Soldaten.
Wachablöse der Gardisten
Petersplatz, sehr leer
Ein weiteres Highlight von Rom ist das Kolosseum. Das noch am besten erhaltene und auch größte seiner Zeit.
Architektonisch zwar eine Meisterleistung, menschlich aber grausam und “können wir jetzt bitte weitergehen, das war ja schrecklich”… Die Römer waren damals verrückt nach Gladiatorenspielen und so wurden in unterirdischen Gängen die wilden Tiere und Gladiatoren je nach Inszenierung und Dramatik mit Flaschenzügen auf die Bühne gehoben, sodass sie regelrecht auf der Bühne erschienen.
Wilde Zeiten damals bei den heidnischen Römern, deren Oper oft aus der Christenverfolgung hervorgingen…
In der Altstadt findet man überall Zeugnisse des antiken Roms.
Berühmter Trevi Brunnen. Aufgrund der Absperrungen muss man schon fast Schlagballwerfen, damit man seine “Glücksmünze” in den Brunnen befördern kann.
kurze Drinkpause, hier haben wir noch gelacht, weil wir die Preise noch nicht kannten…
Pantheon
Piazza Navona, Tipp von Sigrid, war wirklich schön!
Spanische Treppe auf unserem Weg zurück zur Metro, die uns auf den Camping etwas ausserhalb bringt.
In Rom sehen wir zwar noch eine große Pinocchio Figur. Um allerdings in den Ort zu fahren, wo der Schöpfer der Figur zu Hause war, müsste man in die Toskana (Collodi).
Pinocchio wurde es zwar nicht, denn wir wollten Wein und Öl verkosten bzw kaufen, daher fuhren wir auf Grund eines Tipps meines Onkels Feri nach Montepulciano in die Toskana.
Montepulciano ist eine kleine Ortschaft im Süden der Toskana mit typischen Ortskern auf der Spitze des jeweiligen Hügels, von denen es in der Toskana bekanntlich viele gibt.
Glockenuhr, schlägt gerade zur vollen Stunde
viele kleine Geschäfte und kaum Touristen unterwegs
Ausblick von der Veranda eines Cafès
Sieht etwas sonderbar aus, aber man kann hier überall im Ort Weinverkostungen machen, wie hier in der Cantina Erlocani.
Waren erstaunt, dass in den Stadtmauern auch der Weinkeller verborgen ist. Noch mehr wunderten wir uns, dass es auch ohne Führung möglich war… wäre wohl in Ö undenkbar, was da alles passieren könnte.
Teilweise mit Foltergeräten oder was auch immer das sein soll?
und großen Eichenfäßern in dem der Topwein der Gegend “Vino Nobile” gelagert wird. Der “kleine” und deutlich billigere Bruder im Gegensatz zum berühmten “Brunello” aus dem benachbarten Montalcino, der aus 100 % Sangiovese-Traube hergestellt wird und international Höchstpreise erzielt. Diese große Nachfrage mündete 2008 in einem Weinskandal, wo offenbar Winzer ertappt wurden, die nicht immer nur die Sangiovese Traube verwendeten, sondern auch andere Trauben beimengten. Aber wen wundert es, wenn die Flasche ab € 50 aufwärts gehandelt wird.
Unser Stellplatz liegt gleich neben dem Wochenmarkt, auf dem wir frisches Obst, Gemüse u. Pecorina Käse aus der Region kaufen. Wir stehen auch neben einer Olivenöl-Presse und nehmen frisch gepresstes Öl auf Vorrat mit.
Weiter gehts nach Venedig unser letztes Ziel auf unserer Reise.
Als Kind auf die Frage der Reiseführerin, ob ich mich auf den Markuslöwen sezten will? “Weil dann kommst Du sicher wieder nach Venedig!”, antwortete ich entrüstet: “sicher nicht, viel zu heiß/schwül hier und viel zu viele Menschen!!!” Unsere Kinder ließen sich das nicht zweimal sagen, Venedig hat ihnen sogar sehr gut gefallen, aber es war auch keiner der Ausschließungsgründe am heutigen 23. Oktober vorhanden! Eher kühl und nur wenige Touristen.
Markuskirche, die dem Evangelisten Markus geweiht ist. Der Markuslöwe ist Symbol für die Stadt geworden.
Jonatan auf der Rialto Brücke
Rialto Brücke über den Canale grande
Seufzerbrücke zw. Dogenpalast u Gefängnis
eine Gondelfahrt mit “special discount” – ja sicher, also für 60 statt 80 Euro die halbe Stunde haben wir uns auch geleistet. Wir sind die Tour gefahren, auf der gerade Tom Cruise den Film “mission impossible 7” dreht. Der Gondoliere, von denen es 400 gibt, erzählt uns, dass heuer nur 1/10 der Touristen hier sind. Für uns ein Segen!
Unsere Tour durch das Festland-Italien zurück in den Norden
Unsere gesamte Tour “grob” durch 11 Länder.

Vielen Dank fürs Mitlesen und dabei sein. Nicht zuletzt auf Grund eurer vielen positiven Rückmeldungen hat es mir immer mehr Freude bereitet von unserer Abenteu(r)er-Runde berichten zu dürfen. Außerdem bin ich froh, dass wir nun nachlesen können, wo wir überall waren, denn oft wußten wir am Mittwoch schon nicht mehr, wo wir noch am Montag waren. Und noch viel öfter wussten wir nicht, wo wir am Donnerstag eigentlich hin sollen? =) Aber so ein Blog hilft dann auch, alles als “geplant” darzustellen, wenn Ihr nur wüsstet…

Vielen Dank bei der Gelegenheit bei allen, die uns geholfen haben zB. die Nachbarn, die das Haus gehütet haben, die vielen Freunde und auch Lehrerinnen, die mit uns und vor allem mit unseren Kindern in Kontakt waren, unsere Verwandten, die uns immer wieder kontaktiert haben. Danke auch für die Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft, die wir sehr genossen haben: Martin in Finnland, Claudia in Norwegen, René in Deutschland… und natürlich allen Kolleginnen und Kollegen, die jetzt in einer nicht immer angenehmen Zeit zu Hause gerade die Stellung halten… ich bin aber wie immer dennoch zuversichtlich, dass sich bald alles zum Positiven verändern wird!

Somit schließe ich den Blog und wünsche Euch alles Liebe auch im Namen meiner Familie!!!

Die Vier auf TOUR =)

admin Allgemein

9 Replies

  1. Ganz vielen Dank für deine Reiseberichte,so konnten wir wenigstens ein bisschen Anteil an eurer Reise haben.Jetzt freuen wir uns aber auf ein Wiedersehen mit euch allen.Bis gleich!!!!😃😃😃😃😃😃😃😃

  2. Benvenuti di nuovo in Austria!
    Herzlichen Dank dafür dass wir alle 11 Länder mit euch miterleben durften!
    Als wir vor etwa 2 J. in Rom waren, mussten wir noch nicht Schlagball werfen… Ich hab durch deine Berichte noch einiges dazu gelernt. Tante grazie!
    Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen, jedoch auch auf weitere tolle Berichte, die sicher folgen werden!!!

  3. … auch ich habe deine Berichte echt genossen – vielen Dank! Sie waren unterhaltsam, informativ und haben in mir viele Erinnerungen wieder wach werden lassen. Sei’s Skandinavien oder Italien …
    @ Sabine: den schiefen Turm wollten wir doch schon mal gerade biegen, die Hupkonzerte in Neapel’s Straßen höre ich heute noch, die “Wasserschlacht” in Rom war legendär und nicht zu vergessen, der freundliche Hund, der uns am Strand von Procida weckte!
    Ihr müsst unbedingt mal einen Sprung nach Schneedörfl kommen – wir sind alle sehr auf eure Erzählungen gespannt.
    Liebe Grüße
    Petra

  4. Liebe Familie Ungersbäck! Ich wünsche euch eine gute Heimreise! Ganz liebe Grüße an Laura und David! Lg Maria Handler 🙋🏻‍♀️

  5. war eine tolle Reise, danke für die super Berichterstattung, ich hab mich immer schon auf den nächsten Bericht gefreut, freu mich wenn wir uns wieder persönlich sehen können.
    lg Richard

  6. Es war ganz super, euch durch Europa zu folgen! Genießt die Zeit zu Hause! Und auch wenn es jetzt nicht so einfach ist, ihr werdet sicher bald zu neuen Abenteuern aufbrechen!
    Alles Liebe!
    Renate

  7. Welcome home ihr Lieben! Schön, dass ihr gesund zurück seid. Danke für das Teilhaben-Dürfen an eurer spannenden Reise!

    Es wird nicht lange dauern und ihr seid wieder auf Achse 🙂 LG Astrid

  8. Habe hier immer wieder gern vorbeigeschaut und freue mich, dass ihr gesund seid! Tolle Fotos, feine Reiseimpressionen und Erlebnisse an denen eure Kids und ihr noch lange Freude haben werdet!

    Alles Gute! Ernst

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