“Da vorne ist ein Stau!” “Juchu, dann können wir wieder Aufgaben machen!” So hat es sich zwar nicht zugetragen, aber Aufgaben haben wir einige machen können, denn schließlich kamen wir nach Skandinavien in ein deutlich “schnelleres” Leben zurück. Wo man auf der Autobahn schon mehr als eine Spur findet und diese nicht mit 80 – 90 km/h limitiert ist, sondern oft gar kein Limit kennt. Entsprechend schnell rollen wir also Richtung Süden, bis uns der eine oder andere Stau stoppt…

Wir bleiben von Mi. 9.9.- Fr. 11.9. in Hamburg und sehen uns auch die Stadt etwas näher an…
….die im übrigen sehr faszinierend ist, einerseits weil sie ja nicht am Meer sondern an der Elbe(die natürlich Meerzugang hat) bzw. dem Nebenarm der Alster gebaut ist . Das Zentrum liegt auch rund um den Hafen. So auch die alte Speicherstadt. Dort wo früher Kakao, Tee, Kaffee und Getreide zollfrei gelagert wurden und vor über 100 Jahren auf Pfahlbauten konstruiert wurde, gibt es für uns einiges zu sehen…
zB. das Miniaturwunderland – ein Museum, in dem Länder/Städt auf liebevolle Art nachgebaut werden und die längste Modeleisenbahn von Europa beheimatet es auch.
Ab Deutschland ist für uns der “Du weißt schon was Virus” wieder sichtbar. Im “einsamen” Skandinavien ist dieses Thema glücklicherweise an uns vorbei gegangen. Hier gibt es wieder Masken, auch wenn die Probantin im Vordergrund noch eine Schulung besuchen muss, wie sie diese richtig aufsetzen soll =).
Nicht nur Eisenbahnen auch Autos, LKWs oder wie hier am Flughafen fahren Flugzeuge automatisch und starten und landen auch wirklich und das ampel- und signalgesteuert.
“Das ist soooooooooooooooo cool!”, meint unser Jüngster etliche Male. Hier der Flughafen, jeder Ort verdunkelt sich, damit man Tag und Nacht erleben kann.
Apropos cool, eine Hafenrundfahrt stand im Anschluss am Programm. Leider war die nette Lautsprecherstimme in echtem Original-Hamburgerisch für uns kaum zu verstehen. Daher bedurfte es selbst für die Erwachsenen viel Konzentration um mitzukriegen, was jetzt wohl gemeint sein könnte. Unsere Kinder nutzten dies für ein Nickerchen …
Oper – Elbphilharmonie. Ein imposantes Gebäude, das auf alten Getreidespeichern gebaut wurde und von den Kosten ein Debakel wie der Berliner Flughafen wurde…
Moderne Hafenstadt mit Verladeterminals
Alte Schiffe, wie hier das Leuchtturmschiff, die als Bars genutzt werden
Ein Besuch beim “Michl” wie ihn die Hamburger nennen, die Kirche zu St. Michaelis mit seinem hohen Turm.
“Gibts noch was cooles, heute?
Mein Freund Xandi kennt Hamburg sehr gut und er hat uns empfohlen, “esst einfach mehr Schokolade, am besten aber im Schokoversum”.
Wir ergattern noch Karten und können gleich mit der nächsten Führung mit…
Unsere Führerin zeigt uns dabei auf verschiedenen Stationen, wie aus der Kakaobohne Schokolade gemacht wird. Es wird aber auch auf die Probleme hingewiesen, zB. die Kinderarbeit in manchen Schokoladensorten (kann man googlen, die Kakaobohnen der Lieblingsschokolade ), vor allem wenn sie aus der Elfenbeinküste oder Ghana kommen. Diese Länder produzieren fast 80 % der weltweit stark nachgefragten Kakaobohnen.
Gleich nach dem ersten Schokobrunnen, durften wir unsere eigene Tafel produzieren…
In guter Schokolade braucht man eigentlich nur Kakaobohnen u. Kakaobutter und Zucker. Etwaige Emulgatoren sind nicht nötig, wie uns erklärt wird. Kostproben bestätigen dies!!!!
“Das war das beste Museum, das ich je gesehen habe und unsere Führerin die beste und lustigste dazu”, meinte Laura im Anschluss. “Aber jetzt sind wir alle überschokod, jetzt wäre was Salziges angesagt!”
Im vorigen Jahrhundert war die Kirche St. Nilolas noch mit ihrem 143 m hohen Turm das höchste Gebäude der Welt. In der Operation Gomorrha, fiel diese Höhe aber leider den Bombardement im Jahre 1943 zum Opfer… Die Kirche wurde fast vollständig zerstört, der Turm steht noch….
…man entschied sich allerdings die Ruine als Mahnmal stehen zu lassen, damit diese Zeit nicht in Vergessenheit gerät. Bei der Operation Gomorrha sollte – nicht zuletzt als Vergeltung der deutschen Luftangriffe auf Großbratannien – die Rüstungsindustrie durch britische und amerikanische Streu-/ und Feuerbombenangriffe moralisch geschwächt werden. Dabei wurde ein Feuerinferno geschaffen, in dem zehntausende Menschen in den Kellern erstickten ooder auf den Straßen bei mehr als 1000 Grad verbrannten… Die Hälfte der Hamburger (750.000 Einwohner) wurde obdachlos, mehr als 40.000 (22.000 Frauen, 7000 Kinder) starben bei den Angriffen.
Hamburg ist definitv auch als Schulexkursion interessant, hoffentlich geht das bald wieder.
Nach Hamburg gehts weiter auf Kurzbesuch nach Travemünde an der Ostsee und wir nächtigen weiter südlich in einem Vogel-Naturschutzgebiet in Linum, wo gerade tausende von Reihern zum Überwintern erwartet werden.
Nächste Übernächtigung bei Pottenstein, nördlich von Nürnberg. Hier kann man auch Fossilien sammeln bzw. mit dem Hammer klopfen. Das Gewichtslimit des Wohnmobils verbietet den Kindern allerdings, mehr als 3 Steine (auch wenn sie noch so liebe Schnecken, Muscheln usw. sind) mitzunehmen.
Auf dem Weg nach Nürnberg passieren wir einige Städte, in denen Martin Luther als Mönch und Kirchenprofessor aktiv war und von wo aus seine Thesen und somit auch die Kritik am Ablasshandel (aber tolles Geschäftsmodell war es trotzdem!) erstmals laut wurde. Ein Wegbegleiter von Martin Luther war der Maler, Mathematiker, Kunsttheoretiker Albrecht Dürer, den wir in Nürnberg besuchen…
…zumindest seine Statue und sein Haus…
Nürnbergs Altstadt mit typischen Fachwerksbauten
“Eh schön deine Fachwerksbauten, aber Hunger hätten wir dann JETZT!”
Na gut, da wir heuer wohl nicht nach Spanien kommen, gehen wir zum Spanier in Nürnberg – typische Tapas…
Spaziergang entlang der Mauer
Frau Prinzessin wird getragen, nach kurzem Sturz dh. schwerer Verletzung
Apropos Prinzessin, da der Geburtstag naht, wird in Zirndorf das Playmobil-Land besucht.
sehr nett aufbereitetes Spiele-Angebot
Sogar Abkühlmöglichkeit und
zum Schluss Minigolf
Dem Geschäftskonzept dienlich, darf sich jeder noch was am Ende aussuchen =)
Nach Zirndorf verbringen wir noch einen sehr schönen und lustigen Abend bei meinem Kindergarten-/Volksschul-/Gymnasiumfreund René u. seiner lieben Familie in Metten. Am nächsten Tag starten wir Richtung Süden und erreichen ca. 5 Std. später Italien bzw. dort…
…wo es sich gut Hausaufgaben machen lässt – Torobole am Gardasee!!
Auffahrt auf die Ponale (alte Kriegsstraße mit Top Aussicht auf den Lago di Garda), was tut man nicht alles für ein Lemon Soda, das am Ziel im Café bei toller Aussicht auf einem wartet =)
Das war Deutschland im Schnelldurchgang!
Unsere Route durch Deutschland

admin Allgemein

One Comment

  1. hello 😉
    dankee für die vielen coolen blogbeiträge, die lassen sich gut lesen wenn man die nächste online-vorlesung aufschieben möchte 😉
    bei den vielen hamburg fotos krieg ich gleich wieder fernweh, lassts es euch gut gehn!
    ganz liebe grüße patricia 🙂

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