Am Do. 30.7. verlassen wir unseren Campingplatz und wollen einen Einblick in die Schärengärten gewinnen. Das ist eine Rundstrecke über mehrere Inseln zw. 120 – 240 km lang, bei der man mit Fähren teils gratis (staatliche Fähren), teils gegen Bezahlung von einer Insel auf die nächste gebracht wird. Den Archipel im Schärenmeer bezeichnet man gemeinhin nach der Stadt Turku als „Turkuer Schären“ und besteht aus mehr als 25.000 Inseln.

Doch zuvor muss noch Lachs vom Räucher-Grill gekostet werden.
Kinder wollen doch nur ein Stück bzw. trockenes Toasbrot, also was tun mit dem halben Lachs??? =)
Weiter gehts auf die Schärenrunde, dh. man fährt bis die Insel endet und dort wartet ein Schild und im Anschluß eine Fähre zur Überfahrt.
Wir wollen nur einen Einblick bekommen, d.h.nur den Anfang sehen , da uns die 120 km dann doch zu viel/fad und überhaupt erscheinen… landschaftlich sicher toll und mit dem Fahrrad (Tipp für Mehrtagestour) wird man sogar gratis mitgenommen.
Einblick auf die ersten Inseln, je weiter raus, desto schäriger – felsiger werden die vielen Inseln.

Da Sabine wie eine Solarzelle ist, dh. am besten Tag jeden Tag Sonne braucht und idealerweise bei 30 ° C (also in Skandinavien unmöglich) aufzuladen, wollen wir noch etwas Sonne, Strand und Meer sehen. Wir fahren in den Westen in die Stadt Rauma, wo es eine Altstadt mit vielen Holzhäusern gibt und auch zwei der insgesamt vier Atomreaktoren von Finnland auf einer vorgelagerten Insel stehen. Die Einwohner von Rauma haben sich in einer Befragung sogar für ein Atommüll-Lager entschlossen, das gerade errichtet wird. Die Gesteinsschichten sollen angeblich mindestens 10.000-100.000 Jahre dicht sein. Der Strombedarf in Finnland ist sehr hoch, daher wird auch ein 5. Kraftwerk geplant. Atomstrom sowie die Entsorgung des Atommülls (den ja niemand haben möchte) sehen die Finnen relativ pragmatisch. Damit lässt sich Geschäft machen und Arbeitskräfte sichert es auch. Wenn alles gut geht, mögen sie hoffentlich recht behalten. Von den Wasser-/Windressourcen würde es dennoch Alternativen in diesem Land geben.

Apropos Arbeitskräfte auf unserem Weg zurück machten wir einen Halt in der Turkuer Werft. Hier werden die Kreuzfahrtsschiffe gebaut. Solche Schiffe kosten zw. 600 Mio bis über 1 Mrd. US $. Aufgrund der “Du weißt schon was”-Krise sieht diese Branche sicherlich tristen Zeiten entgegen…
Standplatz vor Rauma, wieder völlig alleine und zum Frühstück sogar frische Himbeeren gepflückt.
etwas zu wild gepaddelt
brum brum
Altstadt von Rauma mit wenig charmanten Ortskern. Dennoch mit vielen alten schönen Holzhäusern.
Caféhaus – Innenhof
Aber so ist das mal, Atomstrom ist gefährlich und die Solarzelle hier im Bild braucht ständig Sonne, also alles in allem keine leicht zu lösende Aufgabe hier oben… wobei es hatte eh 22 °C
alle anderen haben Spaß – juhu, Sandspielen, Baden und nicht schwitzen!
Nächster Standplatz, schon beim Halt haben wir 2 Pilze gefunden und am nächsten morgen gleich nochmals diesen “Wuscher”
Heidelbeeren wurden auch noch “gebrockt” – Finnlands Natur macht im August “beerigen” Spaß – und weiter gehts….
… mit 11 Uhr Jause.
Richtung Tampere, die Straßen werden immer leerer und sehen meistens so aus, also wundert es schon, dass es so viele Formel 1/Ralley-Weltmeister aus Finnland gibt. Wo lernen die Kurven fahren?

Knapp eine Woche in Finnland und wir haben schon von gefühlten 3000 Verkehrsschildern immer den gleichen aber niemals einen echten Elch gesehen. Doch heute war es soweit… wir waren noch nicht einmal 10 Minuten gegangen (in der Nähe von Ähtäri), da stand er bzw. lag er und reagierte nicht einmal, ja er schlief nur – egal unser ELCH!

Psst, Kinder nicht so laut schmatzen, sonst wird er munter…
Schmatzt der kleine Elch so?
NEIN, es schmatzt der Panda und die eigentliche Hauptattraktion im Tiergarten von Ähtäri. Im ältesten Tiergarten Finnlands haben die Tiere aus unserer Sicht viel (für die Tiere natürlich immer noch zu wenig) Auslauf. Zumindest beim Panda wirkt es ausreichend!
Raubtiere im hohen Norden – Bär…
Wolf
und das niedrigste ein Wolverine (Vielfraß ) gibt es auch…
Das Vielfraß, würde man bei dem Namen nicht vermuten, läuft bis zu 50 km pro Tag (sein Gehege ist definitiv zu klein – und sein Name wurde falsch aus dem Norwegischen übersetzt Fjellfraß – Hochlandkatze). Es ernährt sich im Sommer von Mäusen, Heidelbeeren und Hasen und wird im Winter – zwar sehr selten aber wenn es sein muß – zum Tier. Es reißt dann sogar Rentiere und Elche, indem es ihnen auf einem Baum auflauert und auf den Rücken springt und ihnen ins Genick beißt, bis sie vor Erschöpfung zusammenbrechen.
Richtig erraten Standplatz – allerdings musste man schon 900 m gehen, Nationalpark Etelä-Konneveden kansallispuisto
Trotz Wolf hat das Rotkäppchen diese Geschichte gut überstanden.

admin Allgemein

One Comment

  1. Hallo ihr 4 Abenteurer! Habe endlich mal euer Reisetagebuch nachgelesen. Wegen unserer Baustelle in Reichenau bin ich ziemlich im Stress und etwas aus der Zeit gefallen: Daher SEHR verspätet, aber umso herzlicher den beiden Geburtstagskindern ALLES GUTE! Ihr habt ja schon viel Interessantes und abenteuerliches erlebt. Wir wünschen euch weiterhin viele schöne Erlebnisse und alles Gute! Liebe Grüße Isabella und Feri

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